till e schriftzug

Nichtrauch-Hotel · Weinstube · Bierkeller
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Holzschnitt. Illustration aus „Till Eulenspiegel“ von 1515Im Lexikon finden wir nicht allzuviel zu dieser Gestalt: Till oder Tyll Eulenspiegel – im Niederdeutschen Ulenspegel – soll in Kneitlingen (Braunschweig) geboren und in Mölln ca. 1350 gestorben sein. Die Schwänke über den bäuerlichen Schalksnarren – zusammengetragen im 15. Jahrhundert – zeigen überspitzt die Überlegenheit des bäuerlichen Mutterwitzes über das städtische Handwerk und beruhen oft auf der allzu wörtlichen Ausführung eines Befehls …

Es gibt wohl kaum eine Gestalt der Volksliteratur, die Generationen von Menschen so fasziniert hat wie er. – War er ein Weiser, ein Narr, ein Witzbold oder bloß ein Spaßmacher? Wäre er nur das gewesen, hätte man ihn sicher inzwischen längst vergessen.

Till Eulenspiegel gleicht einem Hofnarren, der mit dem Zepter der Narrenfreiheit in der Hand des Fürsten der Welt lachend den Spiegel der Wahrheit vorhielt. Nur tat er es nicht an Fürstenhöfen, sondern auf Märkten und Messen in Stadt und Land.

Wandgemälde von Helene Schwab in der Arkade "Eulenspiegel und der Würzburger Amtsschimmel" Auch heute noch hätte Till Eulenspiegel, käme er auf seinem Karren durch unser Land gezogen, viel zu tun. Viele Menschen und manche „Initiative“ entdeckte er, die mit Schaum vor dem Mund, mit Engstirnigkeit und Unduldsamkeit für oder gegen eine Sache streiten und dabei nie auf die Idee kommen, ihr Anliegen könnte nicht das Wichtigste der Welt sein. Und er fände so manches „Amt“ vor, dem es gut täte, wenn er sich bei ihm als Hofnarr verdingen würde. Könnte nicht auch heute mancher von uns hin und wieder einen gebrauchen, der ihn zu gegebener Zeit „auf den Teppich“ zurückholt und ihm augenzwinkernd deutlich macht: „Mensch, nimm Dich doch selbst nicht so furchtbar wichtig – bleib‘ Mensch!“

Auf unserem Wirtshausschild hält Till Eulenspiegel allen Vorübergehenden seinen Spiegel entgegen und fordert sie mit ausgestrecktem Zeigefinger auf, sich darin anzuschauen, damit sie sich zuerst selber erkennen, bevor sie andere Narren nennen. Unsere Weinstube verdankt nicht zuletzt solchen Gedanken und Erfahrungen ihren Namen. In ihren Häuschen mit den Butzenscheiben, ihren Winkeln und engen Gassen kann man sich in jene Zeit zurückversetzt fühlen und den Gedanken über Till Eulenspiegel freien Lauf lassen. Vielleicht begegnen Sie ihm dabei, wenn Sie in unserer Weinstube oder dem Bierkeller dem Alltag entfliehen wollen, wenn Sie Ihre Sorgen in ein Gläschen Wein schütten und zu sich finden möchten oder noch besser – zum Anderen …

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